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Ausgabe für Stadt und UmlandLeipzig BoteNachrichten aus Leipzig und Sachsen

Redaktion

Südvorstadt, Leipzig

Eine Redaktion, neun Seiten und ein Archiv bis 1991

Der Leipzig Bote berichtet über die Stadt und das Umland. Wir arbeiten mit Ratsvorlagen, amtlichen Zahlen und eigenen Gesprächen. Dieser Text erklärt, wie daraus ein Bericht wird.

Arbeitsraum der Redaktion mit langen Tischen, Aktenordnern und Zeitungsaushängen
Der Redaktionsraum in der Südvorstadt. Die Wände tragen Ausschnitte aus 35 Jahrgängen, sortiert nach Ressort.

Wer hier arbeitet

Stand November 2026

Die Redaktion hat neun feste Stellen: vier für Stadt und Politik, zwei für Wirtschaft und Daten, eine für Kultur, eine für Bild und eine für die Chefredaktion. Dazu kommen vierzehn freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die aus den Stadtteilen, aus Vereinen und aus den Hochschulen berichten.

Gegründet wurde die Ausgabe 1991 in einer Wohnung in Connewitz, mit vier Seiten und einem Kopierer. 1998 zog die Redaktion in die Südvorstadt, 2014 kam die digitale Ausgabe dazu. Seit 2021 gibt es keine reine Druckausgabe mehr; die Seiten erscheinen digital und einmal im Monat als gedruckte Wochenendbeilage.

Die Morgenkonferenz beginnt um 9 Uhr. Dort wird entschieden, welche Themen auf die Titelseite kommen und welche warten. Am Nachmittag folgt die Bildkonferenz, am Abend die Schlussredaktion. Um 22 Uhr ist Redaktionsschluss, um 6 Uhr steht die neue Ausgabe online.

Wir berichten über den Stadtrat, den Wohnungsmarkt, den Nahverkehr, die Universität, die Kultur und die Wirtschaft zwischen Leipzig, Halle und Dresden. Was nicht in dieses Feld gehört, machen andere. Überregionale Nachrichten übernehmen wir nur, wenn sie für Leipzig eine konkrete Folge haben, etwa bei Bahnstrecken, Fördermitteln oder Hochschulfinanzen.

Die Redaktion ist an keine Partei gebunden. Sie gehört der Leipziger Blatt Verlag GmbH, die ausschließlich diese Ausgabe herausgibt. Anzeigen werden vom Verlag verkauft, die Redaktion entscheidet nicht über Aufträge und erfährt erst bei der Planung der Seiten davon.

Prüfung

Zwei Augen, ein Beleg

Jeder Bericht wird von einer zweiten Person gelesen. Zahlen müssen einen Beleg haben: eine Drucksache, eine amtliche Meldung, ein Protokoll oder eine eigene Erhebung mit Stichtag. Woher die Zahl kommt, steht im Text.

Korrekturen

Fehler werden benannt

Wenn eine Angabe falsch war, ändern wir sie und vermerken die Korrektur am Ende des Beitrags. Wir löschen keine Berichte, um Fehler zu verdecken. Ein archivierter Text bleibt auffindbar, auch wenn er später ergänzt wurde.

Bilder

Archiv und Auftrag

Ein Teil der Bilder stammt aus dem eigenen Archiv, aufgenommen zwischen 1974 und 2003. Neue Aufnahmen entstehen im Auftrag der Redaktion. Bildunterschriften nennen Ort, Anlass und, wenn bekannt, das Datum.

Was wir nicht tun

Wir kaufen keine Interviews, wir veröffentlichen keine ungeprüften Zitate aus sozialen Netzwerken und wir nennen keine Namen von Privatpersonen, die in einen Konflikt geraten sind, ohne dass ein öffentliches Interesse besteht. Bei Gerichtsverfahren warten wir auf die schriftliche Begründung, bevor wir über Schuld schreiben.

Die Redaktion nimmt keine Geschenke von Unternehmen an, über die sie berichtet. Reisen zu Terminen außerhalb Leipzigs werden aus dem Redaktionsbudget bezahlt. Wo das nicht möglich ist, steht es im Beitrag.

Anregungen, Hinweise und Kritik nimmt die Redaktion über das Kontaktformular entgegen. Wir antworten in der Regel innerhalb von zwei Werktagen. Bei Korrekturen bitten wir um Datum, Ort und Quelle, damit sich der Fall prüfen lässt.